USU-Titelinterview im Fachmagazin IT Director

In der aktuellen Ausgabe vom IT Director spricht USU Vorstand Dr. Benjamin Strehl im Rahmen eines Titel-Interviews über die Erfolgsfaktoren für den Aufbau von effizienten Cloud-Infrastrukturen und über die neue USU-Strategie.

Online steht das Interview unter: https://www.it-zoom.de/it-director/e/transformation-mit-durchblick-27640/

Ein Auszug aus dem Interview:

ITD: Wie kann eine Cloud-Management-Lösung dabei helfen, die Schatten-IT in den Griff zu bekommen?
Strehl: Zunächst hilft natürlich der umfassende Blick auf die genutzten Dienste schon dabei, die Services in den Griff zu bekommen. Ich kann nur das verwalten, was ich sehe. Da gibt es bei den Kunden oft richtige „Aha”-Erlebnisse. Mit der richtigen Lösung sehen Geschäftsführer dann z.B., dass zweistellige Millionenbeträge für eine Customer-Relationship-Management-Lösung (CRM) ausgegeben werden, ohne dass etwas ausgeschrieben war. Oder es wird bemerkt, dass in den USA Serverkapazitäten angemietet wurden, obwohl man alle seine Daten in Europa gewähnt hat. Hinter solchen Aktionen steckt natürlich keine böse Absicht, sondern vielmehr die Dringlichkeit für gewisse Dienste. Das kann auch einfach damit zu tun haben, dass die eigene IT geforderte Dinge aufgrund anderer Rahmenbedingungen nicht erfüllen kann.

ITD: Bei mangelnder Übersicht wird häufig mehr bezahlt, als eigentlich genutzt wird. Wie entstehen solche toten Winkel?

Strehl: Solche ungenutzten Kapazitäten entstehen in der Regel, wenn die Ressourcen nicht zentral verwaltet werden. Wenn in einer Fachabteilung z.B. fünf Zugänge für einen Dienst abonniert, aber nur vier Konten genutzt werden. Das fällt im Detail nicht unbedingt auf, in großen Unternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern summieren sich solche Fälle aber schnell zu einem ernsthaften Kostenfaktor. Man kann in der Cloud eigentlich nur schwer zu wenig Leistung buchen, weil man in solchen Fällen schnell zu einem entsprechenden Upgrade angehalten wird und dieses in der Regel kurzfristig durchführen kann. Im Umkehrschluss kann man aber durchaus zu viele Leistungen buchen. Man muss sich eben immer fragen, ob man das All-in-Premium-Paket wirklich braucht, wenn eigentlich nur einzelne Funktionen des jeweiligen Dienstes genutzt werden.