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Abstraktes Bild zur Verwirrung im Bereich IT Monitoring
IT Monitoring

Mehr Tools, weniger Klarheit: Neuste Forrester-Studie über IT-Monitoring

Released on
Tuesday, August 4, 2026
Mehr Tools, weniger Klarheit: Neuste Forrester-Studie über IT-Monitoring
3:58

Wenn ich mit IT-Verantwortlichen spreche, höre ich fast immer dieselbe Geschichte: Monitoring ist ausreichend vorhanden. Tatsächlich gibt es sogar zu viel davon. Dashboards, Alerts, Metriken - alles ist da. Und doch bleibt im entscheidenden Moment eine einfache Frage unbeantwortet: Was ist gerade wirklich betroffen und wie kritisch ist es?

Genau diese Erfahrung wollten wir mit belastbaren Daten überprüfen. Deshalb hat USU Forrester Consulting 2026 mit einer Studie beauftragt. Befragt wurden 423 Entscheiderinnen und Entscheider, die in ihren Unternehmen für die IT-Monitoring-Strategie verantwortlich sind in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und den USA. Die Ergebnisse bestätigen, was viele Teams täglich erleben, und zeigen, wohin sich modernes IT-Monitoring entwickelt. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie in der Forrester-Studie zum IT-Monitoring.

Warum mehr Tools nicht mehr Klarheit schaffen

Das deutlichste Ergebnis zuerst: 83 % der befragten Unternehmen nutzen drei oder mehr Monitoring-Tools. Im Laufe der Jahre haben Unternehmen für jede neue Umgebung ein weiteres spezialisiertes Tool ergänzt - für Cloud, Container, Anwendungen oder Infrastruktur. Das Ergebnis ist selten mehr Klarheit. Häufiger entsteht eine fragmentierte Landschaft isolierter Lösungen.

Diese Fragmentierung hat Folgen. Nur 63 % bewerten ihre Tools als „effektiv“, wenn es darum geht, eine einheitliche Sicht über alle Systeme und Umgebungen hinweg zu schaffen. Anders gesagt: Mehr als einem Drittel der Unternehmen fehlt genau diese End-to-End-Sicht. Bei geschäftskritischen Störungen ist diese Lücke entscheidend: 41 % nennen die langsame Erkennung von Problemen und die Root-Cause-Analyse als eine ihrer größten Herausforderungen.

Das eigentliche Problem ist nicht die Sichtbarkeit. Es ist der Kontext.

Für mich ist das die zentrale Erkenntnis der Studie: Unternehmen verlangen nicht nach mehr Daten. Sie verlangen nach Kontext. Auf die Frage, was ihnen bei kritischen, service-relevanten Störungen am meisten helfen würde, nannten die Befragten an erster Stelle ein klares Dependency Mapping zwischen Anwendungen, Infrastruktur und Drittanbieter-Services (42 %) - noch vor detaillierteren Metriken.

Das entspricht dem, was Teams benötigen: nicht noch ein weiteres Signal, sondern die Verbindung zwischen Signal, Service und Auswirkung.

Observability ist nicht automatisch die Antwort

 

Viele Teams betrachten Observability als den naheliegenden Ausweg aus dem Tool-Chaos. Für tiefgehende technische Analysen kann sie wertvoll sein. Für den täglichen IT-Betrieb ist eine vollständige Observability-Plattform jedoch häufig mehr, als Teams benötigen. Sie ist für DevOps-Szenarien mit Logs, Metriken und Traces konzipiert. Gleichzeitig kann sie hohe Komplexität, erheblichen Betriebsaufwand und vor allem schwer planbare Kosten mit sich bringen.

Die Studie zeigt dieses Spannungsfeld: 55 % der Befragten sagen, dass nutzungs- und volumenbasierte Lizenzmodelle die Kontrolle der Monitoring-Kosten erschweren - insbesondere wenn die Umgebung wächst. 56 % berichten zudem, dass es zu lange dauert, bis neue Monitoring- oder Observability-Tools im Betrieb einen Mehrwert liefern.

Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch mehr Klarheit. Sie können auch neue operative und finanzielle Reibungsverluste schaffen.

 

Zwischen zu einfach und zu komplex: Warum es einen Mittelweg braucht

 

Dadurch bleiben viele Unternehmen zwischen zwei unbefriedigenden Optionen gefangen. Auf der einen Seite steht klassisches Monitoring: verlässliche Basisdaten, aber ohne Service-Kontext. Auf der anderen Seite umfassende Observability: technisch tiefgehend, aber komplex und kostspielig im Betrieb.

Dieses Dilemma ist keine Randerscheinung. Es ist weit verbreitete Realität: 34 % der Befragten fühlen sich ausdrücklich zwischen Monitoring-Tools, die zu einfach sind, und Plattformen gefangen, die für den täglichen Betrieb zu komplex sind. Genau in dieser Lücke arbeiten heute viele IT-Operations-Teams.

An dieser Stelle sehe ich einen dritten Weg: Multi Cloud Monitoring als pragmatischen Mittelweg zwischen klassischem Monitoring und Observability. Service-orientiert statt rein technisch, mit Event Intelligence statt Datenflut und planbaren Kosten statt volumenbasierter Modelle.

Wohin sich modernes IT-Monitoring entwickelt

Die Forrester-Studie zeigt auch, was Unternehmen von der nächsten Generation von Monitoring-Lösungen erwarten: schnellere Problemlösung (62 %), höhere Service-Zuverlässigkeit (60 %) und weniger Betriebsaufwand durch mehr Automatisierung (48 %).

Der rote Faden ist klar: weg von isolierten Infrastrukturmetriken, hin zu einer service-orientierten Sicht - mit Event-Korrelation, transparenter Darstellung von Abhängigkeiten und klarer Priorisierung nach Business Impact. Nicht mehr Telemetrie um ihrer selbst willen, sondern operative Klarheit, die schnellere und sicherere Entscheidungen ermöglicht.

Meine Einschätzung

 

Klassisches Monitoring stößt an seine Grenzen. Die Antwort ist jedoch nicht noch ein weiteres Tool oder noch mehr Daten. Und sie ist auch nicht automatisch eine vollständige Observability-Plattform, die für den täglichen Betrieb häufig zu komplex und zu teuer ist. Die Antwort ist Kontext: eine zentrale Sicht, die Events korreliert, Abhängigkeiten sichtbar macht und den Fokus darauf legt, was den Betrieb wirklich beeinflusst. Genau diesen Mittelweg verfolgen wir bei USU mit Multi Cloud Monitoring - service-orientiert, mit Event Intelligence und planbaren Kosten.

Wie wir die Studienergebnisse einordnen, lesen Sie auch in unserer Pressemitteilung „Die Zukunft des IT-Monitorings: Vom Tool-Chaos zur Service Intelligence“.

Download the full Forrester study for free

Möchten Sie über die Zukunft des IT-Monitorings diskutieren? Dr. Benjamin Strehl, Geschäftsführer bei USU, greift die Ergebnisse der Studie auf LinkedIn. Bringen Sie Ihre Perspektive ein.

Die Studie „How Organizations Are Modernizing IT Monitoring To Reduce Complexity and Improve Clarity“ wurde 2026 von Forrester im Auftrag von USU im Jahr 2026 durchgeführt. Befragt wurden 423 IT-Entscheiderinnen und -Entscheider aus den USA, Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Über den Autor: Frank Laschet ist seit 2022 Teil des USU-Marketingteams und Senior Product & Field Marketing Manager IT Monitoring.

Frequently Asked Questions

Was ist IT monitoring und warum is es wichtig?

IT-Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Überwachung von IT-Systemen, Anwendungen, Netzwerken und Services, um deren Verfügbarkeit, Performance und Stabilität sicherzustellen. Es hilft Unternehmen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen, Ausfälle zu vermeiden und die Auswirkungen technischer Störungen auf Geschäftsprozesse zu reduzieren. Moderne Monitoring-Ansätze gehen dabei über reine Systemüberwachung hinaus und betrachten zunehmend die Auswirkungen auf Services und Nutzer. 

Warum reicht klassisches Monitoring in modernen IT-Umgebungen oft nicht mehr aus?

Klassisches Monitoring liefert wichtige Informationen über den Zustand einzelner Systeme, stößt aber in komplexen hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen zunehmend an Grenzen. Wenn Unternehmen viele unterschiedliche Tools einsetzen, können Daten, Alerts und Metriken verteilt vorliegen. Dadurch wird es schwieriger, Zusammenhänge zu erkennen, Ursachen zu analysieren und die tatsächlichen Auswirkungen eines Problems auf geschäftskritische Services einzuschätzen. 

Was ist der Unterschied zwischen Monitoring und Observability?

Monitoring konzentriert sich hauptsächlich darauf, den Zustand und die Performance von Systemen anhand definierter Messwerte und Grenzwerte zu überwachen. Observability erweitert diesen Ansatz, indem zusätzliche Datenquellen wie Logs, Metriken und Traces kombiniert werden, um komplexe technische Zusammenhänge besser zu analysieren. Während Observability besonders für tiefgehende technische Untersuchungen wertvoll sein kann, benötigen viele IT-Operations-Teams zusätzlich eine übersichtliche, serviceorientierte Sicht für den täglichen Betrieb.  

Warum ist Kontext im IT-Monitoring wichtiger als noch mehr Daten?

Mehr Daten führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. Entscheidend ist, Informationen in den richtigen Zusammenhang zu setzen: Welche Anwendungen hängen voneinander ab? Welcher Service ist betroffen? Welche Auswirkungen hat ein technisches Problem auf das Unternehmen? Kontext ermöglicht es IT-Teams, relevante Ereignisse schneller zu priorisieren und effektiver auf Störungen zu reagieren. 

Was sollten Unternehmen bei der Auswahl einer modernen Monitoring-Lösung beachten?

Unternehmen sollten nicht nur auf die Anzahl der Funktionen achten, sondern darauf, wie gut eine Lösung den täglichen IT-Betrieb unterstützt. Wichtige Kriterien sind eine zentrale Sicht auf Services, die Korrelation von Ereignissen, Transparenz über Abhängigkeiten, Automatisierungsmöglichkeiten, Skalierbarkeit für Cloud-Umgebungen sowie ein transparentes Kostenmodell. Ziel sollte sein, operative Klarheit zu schaffen und nicht lediglich weitere Datenquellen hinzuzufügen 

Wie entwickelt sich IT Monitoring in der Zukunft?

Die Zukunft des IT-Monitorings bewegt sich weg von isolierten technischen Metriken hin zu einer ganzheitlichen, serviceorientierten Betrachtung. Moderne Lösungen werden stärker darauf ausgerichtet sein, Ereignisse automatisch zu korrelieren, Abhängigkeiten sichtbar zu machen und IT-Teams bei schnelleren Entscheidungen zu unterstützen. Der Fokus verschiebt sich damit von der reinen Überwachung einzelner Komponenten hin zur Sicherstellung zuverlässiger digitaler Services